Lisa Hirmer

Rezension zu „Ein Weihnachswunder in New York“ von Sara Belin

Obwohl die Weihnachtszeit in Hope schlimme Erinnerungen weckt, arbeitet sie als Weihnachtsengel in einem Kaufhaus in Manhattan. Dort trifft sie auf den alleinerziehenden David und seinen Sohn Ethan und seinen Vater David. Zwischen ihnen entsteht eine sofortige Vertrautheit, die auf ihren schmerzlichen Erfahrungen basiert. Doch ist das eine gute Grundlage für eine Beziehung? Hope zweifelt und dann kommt auch noch ein Ruf aus ihrer Heimat, dem sie folgen muss um ihre eigene Vergangenheit aufzuarbeiten. Wird es ihr und David gelingen die schlimmen Geschehnisse hinter sich zu lassen und gemeinsam neu anzufangen?

Die Geschichte ist toll angesiedelt. Vorweihnachtszeit in New York. Gut finde ich, dass sich die Protagonistin viel überdenkt und oft auch humorvoll auf sich selbst blickt. Das sorgt dafür, dass das Buch nicht ins Kitschige abdriftet, sondern immer auf einer angenehmen Seite bleibt.
Generell gefallen mir die Charaktere soweit ganz gut, manchmal ein wenig klischeebehaftet, aber noch in einem akzeptablen Rahmen.
Auch dass so viel Zeit vergeht in der die Figuren an ihrem Schicksal wachsen können und müssen ist ein Pluspunkt für das Buch. Alles andere wäre schlicht unrealistisch gewesen. Zu Beginn ging die Handlung meiner Meinung nach zu schnell, deshalb war Hopes Rückkehr nach Hause absolut nötig um die Zeit verstreichen zu lassen.

Einige Formulierungen empfand ich als übertrieben, was wohl an der Übersetzung liegt. Das ständige „Liebster“ etc. war mir persönlich zu viel und zu schnell. Auch die Freundschaft zu Susie wurde immer wieder betont, dabei kennen sie sich erst kurz und nicht sonderlich tiefgründig. Manchmal waren die Dialoge schon beinahe prosaisch, was zwar schön zu lesen war, aber doch irgendwie zu viel des Guten für die Geschichte.

Ein schöner Weihnachts-Liebesroman, der mich sprachlich nicht immer, dafür aber mit der Geschichte überzeugen konnte.

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