Lisa Hirmer

Rezension zu „Das letzte Spiel“ von Gero Pfeiffer

Der Anwalt Philipp Wendelstein joggt im Wald. Dabei entdeckt er ein begonnenes Schachspiel. Ohne viele Gedanken macht er einen Spielzug und ist ab sofort Teil eines Spieles um Leben und Tod. Denn was ihm nicht klar war: Ein brutaler Serienmörder läuft herum und Philipp kann ihn nur stoppen, wenn er das Spiel gewinnt.

Es dauerte eine Weile bis das Buch mein Interesse geweckt hatte. Denn zu Beginn ist Philipp einfach nur unsympathisch, unentschlossen und unzufrieden. Das machte mir keine Freude zu lesen.Doch mit Fortschreiten der Geschichte spannt sich das Netz. Das Schachspiel bekommt immer mehr Hintergründe und die Zusammenhänge werden interessanter.
Die Morde sind blutig dargestellt, wäre für mich nicht unbedingt nötig gewesen, aber ist wohl der Stil den der Autor erreichen wollte.

Felix ist für mich auch ein komischer Charakter. Zum einen ehrt ihn seine Loyalität,  doch die Informationen die er hat zurückhalten trotz der vielen Morde, das war irgendwie etwas unpassend.Beim Schluss hatte ich schon länger eine Ahnung, musste diese jedoch zwischenzeitlich verwerfen. Der Höhepunkt hätte für meinen Geschmack noch etwas mehr Raum erhalten können. Die Aufklärung der Fälle zum Schluss war etwas unpersönlich und in einem wenig fesselnden Schreibstil.
Was es am Ende mit dem Mann am Bahnhof auf sich hat, wird auch nicht mehr aufgegriffen.

Im Großen und Ganzen kam bei mir leider nur selten Stimmung auf. Das liegt jedoch vor allem an den Charakteren, denn sowohl der Schreibstil, als auch die Geschichte, waren eigentlich ganz passabel.

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