Lisa Hirmer

Rezension zu „Schwesterntod“ von Eva-Maria Silber und Kirsten Wilczek

Eine Nacht, die das Leben einer Familie in einen Trümmerhaufen verwandelt: Zwei Schwestern werden an einem Sommertag als vermisst gemeldet und drei Tage später ermordet aufgefunden. Die Mutter wird wegen Doppelmordes verurteilt. Ein Justizirrtum?
Dann der Paukenschlag: 23 Jahre nach dem Mord gesteht der Vater gegenüber Zeugen die Tat. Zwei pensionierte Richterinnen rollen als Judges find Justice nach amerikanischem Vorbild den zwanzig Jahre alten Mordfall wieder auf. Er oder sie, welches Elternteil hat die unfassbare Tat begangen? Oder war alles doch ganz anders?

Der True-Crime Thriller der beiden Autorinnen ist fesselnd! Die wahren Begebenheiten machen den Thriller beängstigend nah und schockierend. Den Autorinnen gelingt es auf bemerkenswerte Weise, Wahrheit und Fiktion zu verknüpfen.
Die Figuren der beiden Schwestern sind angenehm zu lesen. Sie sind humorvoll und kompetent, machen ihr eigenes Ding und stehen zu ihren Fehlern. Die Nebencharaktere hätten etwas mehr Spielraum bekommen können, allerdings war dies auch nicht unbedingt nötig. Zumindest haben sie so den Lesefluss nicht gestört.
Die Zeitwechsel haben mir nicht ganz so gefallen. Irgendwie kam bei der Vergangenheit keine passende Stimmung auf. Die Gegenwart hingegen war gut geschrieben.

Auf die Auflösung des Falles war ich sehr gespannt, denn die Indizien weisen ja in ganz unterschiedliche Richtungen. Das kann natürlich ziemlich nach hinten los gehen, doch auch hier blieb die Auflösung sehr interessant. 
Das Buch war nicht immer so spannend, deshalb für mich weniger ein Thriller, aber meine Neugierde war stets geweckt. Am Schluss hätte ich noch ein Kapitel mit Infos über den wahren Fall der als Grundlage diente gewünscht.

Trotzdem gibt es von mir eine Leseempfehlung!

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