Lisa Hirmer

Rezension zu „Kleine Lügen, große Liebe“ von Caitlyn Young

Gundi Funzel hasst ihren Namen. Außerdem ist sie mit ihrem Äußeren unzufrieden. Ihre Mutter engt sie ein und mit ihrem Schwiegervater versteht sie sich nicht. Als ihre einzige Freundin stirbt entscheidet Gundi sich ihr Leben endlich selbst in die Hand zu nehmen. Mit „Sarah Sparks“ erschafft sie sich im Social Media eine neue Identität, die alles ist was Gundi gerne wäre: Hübsch, erfolgreich, selbstbewusst und weltgewandt. Doch dann verliebt sie sich in den Maler Ray der sie gerne treffen will. Fällt jetzt ihr gesamtes Lügenkonstrukt zusammen?

Gundi ist eine angenehme Hauptperson. Sie reflektiert ihre Handlungen und schönt dabei nichts. Zu Beginn geht sie etwas hart mit sich selbst ins Gericht, aber es ist toll ihre Entwicklung zu beobachten. Das Buch zeigt auf erschreckende Weise wie Social Media funktioniert und macht auch nicht vor den schlechten Seiten Halt, sei es ein Shitstorm oder die Sucht nach immer mehr Anerkennung. Dies wird zwar relativ subtil vermittelt, unaufdringlich und doch mit Nachdruck.

Manchmal hatte das Buch ein paar Längen, aber letztlich wollte ich doch wissen wie es mit Gundi weiter geht.

Die Geschichte ist eine klassische Liebesgeschichte, oftmals vorhersehbar, aber aufgrund der sympathischen Figuren trotzdem immer unterhaltsam.

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