Lisa Hirmer

Rezension zu „Zitronenduft und italienische Küsse“ von Anne Lay

Den jungen Restaurantmanager Marco de Luca zieht es nach Jahren in Italien zurück zu seinen Eltern. Die Pizzeria der Familie läuft nicht gut, daher schlägt er seinem Vater vor, auf authentische italienische Küche zu setzen. Marcos Mutter reagiert begeistert auf die Pläne ihres Sohnes: Jetzt muss nur noch eine Frau für ihn her. Natürlich eine waschechte Italienerin und Köchin, die im Familienbetrieb mitwirkt. Keine schlechte Idee, findet Marco. Wenn da nicht Marie wäre, die ihm nicht mehr aus dem Kopf geht …
Marie liebt Italien, spricht italienisch und fühlt sich vom ersten Moment an in Marcos Nähe wohl. Aber ist ihr das Temperament wichtiger als Sicherheit? Während es zwischen ihr und Marco knistert, lernt sie auch den sympathischen Witwer Jens kennen, der als alleinerziehender Vater eines Kleinkinds sein Leben mit Bravour meistert und ihr Bodenständigkeit bietet. Bei einem Urlaub an der Amalfiküste muss Marie sich klar darüber werden, für welchen der beiden Männer ihr Herz wirklich schlägt.

Der Roman war eine schöne Unterhaltung. Marco und Marie passen gut zusammen, die ganze Geschichte mit Jens wirkte auf mich oft konstruiert und der Klappentext passte meiner Meinung nach nur wenig zum Inhalt des Buches.
Die Geschichte hat mir trotzdem viel Spaß gemacht. Sie war locker, leicht und flüssig zu lesen und so manches Mal habe ich mich in die Ferne geträumt. Bei Marie hat man einen guten Einblick in die Gefühlswelt erhalten, der mir bei Marco leider manchmal gefehlt hat. Dass Jens keine eigene Sicht bekommen hat, sagte schon zu Beginn alles aus, hier hätte ich mir etwas mehr Finesse und Konformität zum Klappentext gewünscht. Aber auch so machte mir das Buch beim Lesen viel Spaß.

Größtes Manko: Es passierte so viel. Sei es der Vorfall in der Kita, der Marie aus der Bahn wirft, oder all die Dinge die nach dem Urlaub in Amalfi geschahen. Auch die Nebencharaktere wie Sonja hatten zugleich so viele Überraschungen und Probleme, das nahm dem Buch manchmal den roten Faden und war einfach etwas „zu viel“. Positiv war wiederum, dass der Schreibstil weder zu kitschig, noch zu dramatisch war.

Das Highlight war für mich die Zeit, die die Protagonisten in Amalfi verbracht haben. Die Umgebung war wirklich schön beschrieben und bot ein bisschen Dolce Vita für Zwischendurch.

Eine leichte Sommerlektüre mit der man nicht viel falsch machen kann.

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