Lisa Hirmer

Rezension zu „Unter Freunden“ von Cynthia D’Aprix Sweeny

Flora und Julian hatten es nicht immer leicht. In New York mussten die Schauspieler ihr mühsam verdientes Geld zusammenkratzen, um ihre kleine Familie und Julians Theaterensemble über Wasser zu halten. Als in der glitzernden Filmwelt von Los Angeles sichere Jobs und die Wiedervereinigung mit Floras bester Freundin Margot winken, greifen sie zu. Und tatsächlich erlaubt ihnen ihr neuer Lebensentwurf, einen Gang runterzuschalten und ihrer Tochter entspannt beim Aufwachsen zuzusehen. Doch dann findet Flora am Abend von Rubys Highschool-Abschluss den Ehering ihres Mannes – jenen Ring, den Julian angeblich vor Jahren an einem Sommertag beim Schwimmen verloren hat. Floras Sicherheiten geraten ins Wanken. Wurde ihr neues Leben auf einer Lüge erbaut? Bestsellerautorin Cynthia Sweeney erzählt mit großem Einfühlungsvermögen und Humor von den Herausforderungen lebenslanger Beziehungen und ihrer großen Kraft.

Der Einstieg in das Buch fiel mir schwer. Flora findet den Ring und dann wird erst mal was ganz anderes erzählt. Auch die häufigen Sichtwechsel, die nicht richtig angezeigt werden, machten mir den Anfang nicht leichter. Bis ich alle Personen sortiert hatte, konnte ich mich nicht recht mit dem Buch anfreunden. Danach ist das Buch eigentlich in Ordnung. Es erzählt die Geschichte von zwei verschiedenen Ehen (auch Floras beste Freundin Margot erzählt viel über ihre Beziehung) und vor welchen Problemen sie so stehen bzw. standen. 

Der Schreibstil war, wenn man sich daran gewöhnt hatte, leicht und schnell zu lesen. Leider konnte mich aber das Buch selbst nicht richtig packen.
Mir war einfach keine Figur sympathisch genug. Margot ist egozentrisch, Flora naiv und ehr bemitleidenswert und aus Rubys Sicht liest man ehr selten. 
Die Geschichte mit dem Ring dauerte auch sehr lange. Da hat sich zu Beginn kein wirklicher roter Faden für mich ergeben. Das Ende kann in mehrerlei Hinsicht interpretiert werden. Sowas mag ich nicht sonderlich gerne.

Generell war das Buch nicht schlecht, konnte mich aber auch nicht völlig überzeugen.

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