Lisa Hirmer

Rezension zu „The promises we made – Als wir uns wieder trafen“ von Simona Ahrnstedt

Als Teenies waren sie hoffnungslos ineinander verliebt. Doch ihre Liebe zerbrach. Mittlerweile ist Dessie eine toughe Security-Expertin, mit Gefühlen hat sie nicht viel am Hut. Sam hat aus dem Nichts ein Hotelimperium aufgebaut und viele Neider. Er braucht dringend einen Bodyguard. Ist es Schicksal, dass ausgerechnet Dessie sein Leben schützen soll? Sie war seine erste große Liebe, die Frau, die sein Herz brach. Dessie ist fest entschlossen, ihr Herz diesmal aus dem Spiel zu lassen. Doch wie soll sie einen Typen beschützen, der sie einst im Stich gelassen hat? Vor allem wenn aus dem Jungen von einst ein verboten attraktiver Mann geworden ist.

Das Buchcover fand ich für die Geschichte passend. Es ist zwar romantisch, aber nicht kitschig. Die Farbgestaltung ist stimmig und die unterschiedlichen Schriften machen das Cover komplett. Die deutsche Interpretation des Titels („Als wir uns wieder trafen“) gefällt mir nicht so gut. Irgendwie klingt es gestelzt und wenn man sich schon für einen englischen Titel entscheidet, dann braucht man keinen deutschen Satz mehr dazu. Aber das ist nur meine Meinung, vielleicht mögen das andere ja ganz gern.

Der Schreibstil war leicht und locker. Dabei blieb die Geschichte immer humorvoll, trotz schwieriger Themen. Allerdings hätte ich eine Triggerwarnung sinnvoll gefunden. Dessie leidet unter anderen an PTBS und Sam unter Rassismus.
Der „Bruch“ in der Beziehung der Protagonisten war gut ausgearbeitet, nur dass sie dann so schnell über den jeweiligen Groll hinweg kommen (v.a. Sam gegenüber Dessie) war für mich unrealistisch. Eine langsame Annäherung wäre da passender gewesen.

Trotzdem hatte ich viel Spaß mit den Charakteren, denn ich konnte auch mit den Nebenfiguren mitfiebern und mitfühlen. Ein großes Lob dafür. Generell konnte ich mich sehr gut in Sam und Dessie hineinversetzen.
Den Höhepunkt zum Schluss fand ich etwas zu viel des Guten. Er war zwar sehr gut geschrieben, doch die Handlung war mir da zu unglaubwürdig.

Für mich war der Roman sehr gelungen und erhält eine Leseempfehlung.

Für die fehlende Triggerwarnung und ein paar unglaubwürdigere Stellen wird es etwas schlechter bewertet.

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