Lisa Hirmer

Rezension zu „Die andere Tochter“ von Dinah Marte Golch

Bei einem Unfall hat Antonia fast das Augenlicht verloren und danach eine einsame Entscheidung getroffen: Sie möchte die Mutter der toten Spenderin der Transplantate kennenlernen, mit denen sie wieder sehen kann. Sie hofft, so viel wie möglich über diese Frau zu erfahren, eine Malerin, jung, beliebt, schön. Und sie fragt sich, ob die Tote versucht, ihr etwas mitzuteilen. Denn seit der OP verfolgten Antonia Flashbacks. Als sie schließlich erkennt, dass sie manipuliert wird, schwebt ihre eigene Mutter bereits in Lebensgefahr. Und nur wenn Antonia sich dem Geheimnis ihrer eigenen Familie stellt, hat sie eine Chance, dem perfiden Spiel der anderen zu entkommen.

Den Klappentext fand ich sehr spannend und hatte viel von dem Buch erwartet. Doch die Geschichte war nun irgendwie ganz anders als ich erwartet hatte. Ich empfand sie oft als sehr langatmig und irgendwie blieb mir Toni fremd. Ich konnte mich nicht in sie hineinversetzen, wodurch die psychischen Wirrungen mich nicht erreichen konnten. Erst die letzten 100 Seiten konnten mich dann langsam packen. Der Schluss hat mich dann zwar positiv überrascht, aber ich fand sehr viel von der Geschichte in Frankfurt absolut unnötig für den Verlauf der Handlung.

Der Schreibstil war meist gut zu lesen, doch zwischendurch waren oft sehr lange Abhandlungen über die verschiedenen Gemälde, die ich zwar interessant fand, aber mir die Spannung der Geschichte kaputt machten.
Sympathisch war mir von den Figuren einzig Claudia und Tonis Therapeut. Die waren kleine Lichtblicke in der Figurenkonstellation.

Das Thema Organspende und darauffolgend Veränderungen des Charakters ist ein guter Aufhänger und hätte viel Potential gehabt. Leider konnte mich das Buch nicht richtig packen. Vielleicht habe ich mir auch einfach nur etwas anderes erwartet, aber mehr als 3 Sterne sind für mich leider nicht drin.

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