Lisa Hirmer

Rezension zu „April & Storm – Stärker als die Nacht“ von Karen Ashley

Er bringt sie durch die Nacht. Und sie ihn zurück ins Leben. Eigentlich wollte April nach einem schweren Schicksalsschlag einen Neuanfang in San Francisco wagen, gemeinsam mit ihrem Freund. Aber der ließ sie kurz nach der Ankunft im Stich. April ist trotzdem fest entschlossen, ihren amerikanischen Traum weiterzuverfolgen und ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Die WG mit dem Musiker Storm ist nur der erste Schritt. Als Storm bei April einzieht, sieht sie zwar seine äußerlichen Narben, von seiner geschundenen Seele ahnt sie jedoch nichts. Schon bald merkt sie, wie sie sich auf unerklärliche Weise zu dem mysteriösen Mitbewohner hingezogen fühlt. Mit aller Macht versucht sie, diese Gefühle zu ignorieren. Schließlich hat sie noch mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen und traut weder der Liebe noch Storm … Der erste Band der APRIL & STORM-Trilogie

Das Cover gefällt mir relativ gut. Die Häuser im amerikanischen Stil passen zwar zur Geschichte, wirken für mich aber nicht so stimmig. Da wäre mir ein „einheitliches“ Cover lieber gewesen.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten erzählt. Beim Kapitelwechsel überschneidet sich die Handlung meist kurz. Dadurch wirkt das Buch stets zusammenhängend, selbst wenn man es mal kurz zur Seite gelegt hat.

Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen. Ich mochte den Humor der Hauptfiguren sehr gern. Die Stimmungswechsel empfand ich manchmal als etwas abrupt, doch weiß ich, dass dies auch an den psychischen Problemen der beiden liegen kann. Sowohl die Krankheiten, als auch die psychologischen Aspekte waren respektvoll beschrieben. Sowas ist mir immer sehr wichtig.
Da man einen guten Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der Charaktere erhält, waren die Handlungen der Charaktere nachvollziehbar. Ihre persönliche Entwicklung hätte allerdings etwas intensiver oder zumindest deutlicher ausfallen dürfen. Allerdings brauch die Autorin auch noch Spielraum für die nächsten zwei Bände.

Leider wurden die Orte und andere Begebenheiten oft nur wenig beschrieben. Für die Geschichte macht das keinen Unterschied, aber ich konnte mir teils nur schwer ein Bild der Situation machen. Auch die Beziehung zwischen April und Storm wurde nie forciert und genauer beschrieben. Das fehlt mir ziemlich. Anstatt ständige Handlungen mit Sky, mit Mrs. Wolowitz, und all den anderen Dramen, wäre es schön gewesen, einfach Zeit mit den Protagonisten zu verbringen. Da wäre Potential nach oben gewesen.

Einen Minuspunkt gibt es von mir zusätzlich für die Beschreibungen und Formulierungen der pikanteren Szenen. Die waren mir sehr unangenehm zu lesen. Bei den Metaphern und Vergleichen die angewandt wurden, wusste ich manchmal nicht, ob ich lachen soll oder einfach nur skeptisch die Augenbraue hebe. Z.B. die Bezeichnungen der „Wanderer im Tal“ fand ich sehr skurril.
Das Ende empfand ich als etwas überzogen. Andererseits gibt es einen gewissen Vorgeschmack auf den zweiten Teil der Trilogie.

Fazit: Eine (Liebes?-)Geschichte mit einigen Mankos.

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