Lisa Hirmer

Rezension zu „Der große Fang“ von Saskia Louis

Ryan Hale hat alles. Geld, gutes Aussehen, seinen Traumjob – und ein gesundes Misstrauen gegenüber Frauen, denn der Catcher weiß aus Erfahrung, dass seine Freundinnen auf kurz oder lang alle verrückt werden. Alles, was er möchte, ist eine Frau, die ehrlich ist. Eine Frau, die weiß, was sie will.

Grace Hayden weiß nicht, was sie will. Sie möchte ihre Vergangenheit hinter sich lassen, aber nicht vergessen. Sie möchte die Beziehung zu ihrem Vater aufrecht erhalten, aber sich nicht unter Druck setzen. Sie möchte erfolgreich sein, aber sich nicht selbst verlieren. An diesem Punkt in ihrem Leben war sie schon einmal und dorthin möchte sie nicht mehr zurück.
Zumindest bei Ryan weiß sie, dass er nur ein guter Freund ist. Aber wenn sie genauer darüber nachdenkt, dann ist sie sich da auch gar nicht so sicher …

Ich habe bereits mehrere Bücher der Autorin gelesen. Sie schafft es immer wieder, dass ich Genres lese, die eigentlich nicht so mein Metier sind. Der humorvolle Schreibstil packt mich jedes Mal auf’s Neue.
Diesmal geht es um Sports-Romance. Auch hier lässt Saskia Louis es sich nicht nehmen, jedes erdenkliche Klischee zu verarbeiten und auf die Schippe zu nehmen. Sei es das Thema „Freundschaft zwischen Mann und Frau“ oder eben der Sportler, der von der Frauenwelt enttäuscht ist. Diese Klischees werden aber so humorvoll umgesetzt, dass alles wieder stimmig ist. Die Protagonisten wissen oft auch, dass sie Klischees sind oder klischeehaft handeln. Das macht sie um so sympathischer und nahbarer.

Im Gegensatz zu anderen leichten Liebesromanen, konnte mich bei „Der große Fang“ auch die Geschichte überzeugen. Sowohl die Hauptcharaktere, als auch die Nebenfiguren, handeln schlüssig und nachvollziehbar. In viele Situationen konnte ich mich gut hineinversetzen (Ich meine: Wer sagt dem netten Friseur schon, dass man mit der Frisur absolut unzufrieden ist?).
Mir gefällt es gut, dass in den Büchern immer wieder bekannte Charaktere aus anderen Reihen enthalten sind. Aus der „Philadelphia Millionaires“-Reihe habe ich bisher 2 Bände gelesen und habe mich sehr gefreut, einen kurzen Blick auf bekannte Charaktere zu werfen.

Fazit: Ich habe das Buch kaum aus den Händen legen können und jede Seite genossen. Klare Empfehlung!
P.S.: Die Bücher kann man komplett unabhängig voneinander lesen.

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